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Pfarrkirche Geburt Mariens, Reckingen


Reckingen | Obergoms | Wallis
Furkastrasse 52, CH-3985, Münster VS
Telefon: +41 27 973 11 62
Kirchen/Stifte/Klöster
  • Information
  • Lage
  • Veranstaltungen

Beschreibung

Die erste Kapelle in Reckingen, erwähnt 1414, wurde Ende des 15. Jahrhunderts durch ein neues Gotteshaus ersetzt. Reckingen gehörte ursprünglich zur Pfarrei Münster. Die Lostrennung von der Mutterkirche geschah unter grossen Schwierigkeiten zwischen 1682-1696. Bei der Pfarreigründung baute man eine neue und kleine Kirche, die 1695 vollendet wurde. Man ersetzte das Gotteshaus 1743-1745 durch die heutige stattliche Pfarrkirche, die als das imposanteste Bauwerk des Oberwalliser Barock gilt. Das Konzept des Baus entwarf der kunstsinnige Dr. theol. Johann Georg Garin Ritz, ein Sohn des berühmten Altarschnitzers Johann Ritz aus Selkingen. Der Baumeister der Kirche kann nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Vermutet werden der Vorarlberger Johann Bichel (Pickel) aus Raggal (Bludenz), Jakob Moosbrugger aus dem Bregenzerwald, der 1750 die Kapelle in Geschinen baute oder Johann Peter Ragozi aus Rima im Val Sesia, der 1757 in Reckingen starb. Die Weihe der Kirche fand 1748 durch Bischof Johann Josef Blatter statt. Im Jahr darauf richtete eine Lawine grossen Schaden am Gotteshaus an.

Beschreibung:
Die Kirche steht an der Furkastrasse, welche das Oberdorf vom Unterdorf trennt. In der Nische der hohen Stirnfassade ist eine Madonnenstatue aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zu sehen. Das durch grosse, zweireihige Fenster erhellte Innere der Kirche beeindruckt durch seine Farbenpracht und reiche Ausstattung. Das Gipstonnengewölbe ist mit Stuckaturen und Gemälden verziert. Zwei Seitenaltäre und der Hochaltar schmücken die Ostwand des erhöhten Chors.

Hochaltar:
entstand im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts und ist vermutlich ein Werk von Peter Carlen, der 1743 beim Chor der neuen Kirche begraben wurde und Peter Lagger, beide aus Reckingen. Seit 1974 steht eine Statue der hl. Anna selbdritt in der Mittelnische des Altars. Sie wird flankiert von der hl. Barbara links und der hl. Margaretha rechts. Die Statuen des hl. Dominikus und der hl. Katharina von Siena, neben dem Tabernakel aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts, gehörten früher zu einem Rosenkranzaltar. In der Nische, im oberen Teil des Hochaltars befindet sich eine Marienfigur, flankiert von den Heiligen Theodul, Franz Xaver, Ignatius und wahrscheinlich Bischof Garinus. Die Bekrönung bildet Gottvaterim Strahlenkranz.

Linker Seitenaltar:
gemäss Wappen vermutlich eine Stiftung von Margaretha Taffiner, enthielt ursprünglich ein Rosenkranzgemälde, das 1892/93 ersetzt wurde. Seit 1974 steht eine Madonna mit Kind in der Nische. Zu beiden Seiten des Altars sind die Figuren der hl. Katharina von Alexandrien und der hl. Barbara. Im Obergeschoss ist der hl. Johannes Nepomuk zu sehen und als Abschluss die Initialen MARIA.

Rechter Seitenaltar:
Ein Schmid-Wappen und die Initialen A.M.C.S. deuten auf die Stifterin Anna Maria Catharina Schmid, Gattin des Peter von Riedmatten. Das ursprüngliche Bild des hl. Josef wurde 1892/93 durch ein Gemälde von Heinrich Kaiser und 1974 durch eine Josefstatue ersetzt. Neben den Säulen stehen die Figuren von König Sigismund und Kaiser Karl d. Grossen. Im Obergeschoss ist eine Josefsfigur und als Bekrönung das Auge Gottes in einem Wolkenmedaillon angebracht.

Zelebrationsaltar:
mit dem Motiv des letzten Abendmahls nach Leonardo da Vinci, wurde 1974 von Leopold Jerjen aus Reckingen geschnitzt.

Malereien:
Im hintersten Apostelmedaillon hat sich der Künstler selbst verewigt: «HANS JÖRG PFÖFFLER ». Ob es sich dabei um den bekannten Maler Johann Georg Pfefferle handelt, ist nicht einwandfrei bewiesen. Über den Oberlichtern präsentieren die Apostel die 12 Sätze des Glaubensbekenntnis. Die Apostelbilder reichen vom Chor zurück zum Eingang. Apostelmedaillons: Jakobus der Ältere mit Pilgerstab; Johannes mit Kelch; Andreas mit X-Kreuz; Philippus mit Kreuzstab; Thomas mit Lanze; Bartholomäus mit Messer und Haut; Judas Thaddäus mit Hellebarde; Matthäus mit Buch; Simon der Zelot mit Ziege; Jakobus der Jüngere mit Keule; Mathias mit Beil und Buch; Paulus mit Schwert und Buch. Der Bilderzyklus am Gewölbe reicht von der Orgelempore bis zum Chor und handelt vom Thema «Maria im Heilsplan Gottes». Erstes Bild (über der Orgel): Maria im Heilsplan Gottes; zweites Bild: Maria und die Schöpfung; drittes Bild: Maria und der Fall der Engel; viertes Bild: Maria und die Erschaffung von Adam und Eva; fünftes Bild (im Chor): Der Sündenfall und Maria die neue Eva.

Kanzel:
Der Künstler der Kanzel ist unbekannt. Die grossen Putten am Kanzelkorb tragen die Symbole des Gleichnisses vom ausgesäten Samen. Die Streben auf dem Schalldeckel, welche die Statue des Guten Hirten tragen, sind verziert mit den Symbolen der vier Evangelisten: Engel (Matthäus), Löwe (Markus), Stier (Lukas), Adler (Johannes). Die 5. Strebe ist geschmückt mit der Papstkrone (Tiara) und dem Text: «UNUS PASTOR UNA VERA FIDES» - ein Hirt und ein wahrer Glaube.

Orgel:
wurde vermutlich 1746 von den Reckinger Orgelbaumeistern Matthäus Carlen und Johann Martin Walpen gebaut. Das prachtvolle Orgelprospekt ist für das Goms einmalig und stammt wahrscheinlich von einem auswärtigen Meister. Eine Marienfigur krönt den Mittelturm, die beiden Seitentürme werden von zwei Posaunenengeln geziert. Die Orgel hat 16 Register.

Beinhauskapelle neben der Pfarrkirche Reckingen:
Die Beinhauskapelle wurde 1795 an die Südseite des Chors beim Friedhof angebaut. Der Raum bildet gleichzeitig den Unterbau der Sakristei. Das Kruzifix im Altar stammt aus einer Reckinger Schnitzlerschule. Die Statuen von Maria und Johannes aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, sind wahrscheinlich Werke der Söhne Peter Laggers aus Reckingen.


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